Inklusion an der IGS SÜD Langenhagen

In Niedersachsen ist die inklusive Schule verbindlich zum Schuljahresbeginn 2013/14 eingeführt worden und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen barrierefreien und gleichberechtigten Zugang zu den niedersächsischen Schulen.

Mit der Gründung der IGS SÜD Langenhagen im Jahr 2014 nehmen wir als inklusive Schule Schülerinnen und Schüler ohne und mit festgestellten sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf an unserer Gesamtschule auf und beschulen sie inklusiv in den Regelklassen.

Eine Zuordnung zu einer Regelklasse erfolgt im Sek I- Bereich wie auch bei jedem Kind ohne festgestellten sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf nach Profilanwahl bei Schulanmeldung.

Aktuell unterrichten und erziehen wir im Grundschulzweig und im Sek I- Bereich über 60 Schülerinnen und Schüler mit festgestellten sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf in den Förderschwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung, Sehen, Hören, Sprache, Lernen oder Geistige Entwicklung.

Durch die Anzahl der Schulanmeldungen von Schülerinnen und Schülern mit festgestellten Unterstützungsbedarf (beim Übergang von Klasse 4 zu 5) ergibt sich eine Zuordnung von mehreren Schülerinnen und Schülern mit festgestellten sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf zu einer Profilklasse, so dass aktuell mindestens 2, maximal 5 Kinder bzw. Jugendliche mit sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf in einer Regelklasse unterrichtet werden.

Das bietet uns die Möglichkeit die personellen Ressourcen gezielt dafür einzusetzen, die Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in Doppelsteckung im gemeinsamen Unterricht zu unterstützen oder sie gezielt stundenweise bzw. fachbezogen in Kleingruppen zu fördern.

Seit Gründung der IGS SÜD Langenhagen verfolgen die Schulleitung, die Regelschullehrkräfte und die Förderschullehrkräfte dieser Gesamtschule das Ziel, dass Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung ihren Bedürfnissen und Ansprüchen entsprechend lernen können.

Es ist unser Ziel, die notwendige Qualität und den erforderlichen Umfang an Unterstützung für alle Schülerinnen und Schüler zu sichern, die Zusammenarbeit aller an der Förderung eines Kindes bzw. Jugendlichen beteiligten Personen und Institutionen zu gewährleisten und sonderpädagogische Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote gezielt einzusetzen, so dass ein qualitativ hochwertiges gemeinsames Lernen ermöglicht werden kann.

Es ist unser Ziel, ein Schulalltag und Unterricht so zu gestalten, dass an ihm alle Schülerinnen und Schüler mit und ohne festgestellten sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf aktiv teilhaben können und jede Schülerin oder jeder Schüler, die notwendige und angemessene Unterstützung bekommt, um seine Entwicklungschancen bestmöglich zu nutzen und sich zu entwickeln.

In verschiedenen Gremiem entwickelt das Schulleitungs- und Lehrerteam der IGS SÜD Langenhagen Inhalte, Methoden, Strukturen und Strategien und passt diese den Bedürfnissen der Schülerschaft der IGS SÜD Langenhagen an, um die unterschiedlichen Begabungen, Lernvorraussetzungen und Lernmöglichkeiten aller Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Unser Bestreben zielt darauf ab, der Heterogenität der Schülerschaft gerecht zu werden, im Sinne einer gemeinsamen Schule für alle Kinder und Jugendlichen innere Differenzierung so zu entwickeln, dass Schule, Unterricht und Schulleben barrierefrei allen Begabungen gerecht werden kann.

An der IGS SÜD Langenhagen nehmen die Schülerinnen und Schüler mit festgestellten sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf an allen Angeboten des Unterrichts, der Erziehung in der Schule sowie des Schullebens gleichberechtigt teil. Dabei wird jedes Kind bzw. jeder Jugendliche mit individuell angepassten Maßnahmen unterstützt.

Präventionskonzept "Konflikt-Kultur" von Thomas Grüner an der IGS SÜD Langenhagen

An der IGS SÜD Langenhagen haben wir zum Schuljahr 2015/2016 ein Präventionskonzept installiert, welches Lehrerfortbildungen und Schülertrainings umfasst. Wir möchten unseren Schülerinnen und Schülern gemeinsame Werte vermitteln. Dabei spielen u.a. die Gleichberechtigung der Menschen und das Diskrimierungsverbot eine wesentliche Rolle. Erziehung für die Demokratie ist eine wesentliche Aufgabe der Schule. Kinder und Jugendliche sollen erfahren und erkennen, dass demokratische Grundwerte wie Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sowie Toleranz niemals zur Disposition stehen dürfen. Die Schule selbst muss Handlungsfeld gelebter Demokratie sein, in dem die Würde des jeweils Anderen großgeschrieben, Toleranz gegenüber anderen Menschen und Meinungen geübt, für Zivilcourage eingetreten wird, Regeln eingehalten und Konflikte gewaltfrei gelöst werden. Gerade weil gleichberechtigte Teilhabe, Selbstbestimmung und Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft in Deutschland sicherlich noch nicht vollständig erreicht ist, möchten wir als Lehrerteam unseren Schülerinnen und Schülern als Vorbild dienen und Kinder bzw. Jugendliche mit einer Behinderung selbstverständlich in unseren Unterricht und in unser Schulleben einbinden. Es muss selbstverständlich werden, dass Menschen mit Behinderungen von Anfang an und wie alle Menschen in der Gesellschaft leben und später am Arbeitsleben teilhaben.

In der IGS SÜD Langenhagen werden die Bausteine "GUT ARBEITEN" und "ZUSAMMEN LEBEN" angewendet.

Hier können Sie weitere Informationen herunterladen:

Handout_Gut_Arbeiten